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Materialfibel

 

"Naturmaterialien wie Naturlatex, Kokos, Rosshaar, Stroh, Schurwolle oder Baumwolle behalten ihre guten Eigenschaften über viele Jahre.

Bis zu einem halben Liter Schweiß wandert Nacht für Nacht ins Bett. Matratzen aus Naturmaterialien werden damit spielend fertig. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen ( und später wieder abgeben), ohne sich feucht anzufühlen. Sofern das Naturmaterial durch unnötige chemische Behandlung nicht beeinträchtigt wurde, halten die biologisch aktiven Selbstreinigungskräfte die Matratze frisch und sauber und neutralisieren Nacht für Nacht die Körperwechselstoffe, die über die Haut

 

baumwolle

Baumwolle

Baumwolle wird weltweit angebaut und im gesamten Textilbereich verwendet. Naturbelassen verarbeitete Baumwolle ist feuchtigkeitsregulierend, atmungsaktiv und unübertroffen hautfreundlich.
Baumwollwatte kann bis zu 45 % ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und sorgt dadurch für ein angenehm trockenes Schlafklima. Wegen ihrer temperaturausgleichenden Wirkung eignet sich Baumwolle besonders als Auflage für die Sommerseite einer Matratze, aber auch als Füllung für Zudecken und Unterbetten.

rosshaar

Rosshaar

Rosshaar als Feinpolster wird nicht wie die anderen Faservliese mit dem Drell versteppt, sondern auf das Großpolster aufgelegt. Rosshaar muss mit einer Watteabdeckung versehen werden, da sonst Gefahr besteht, dass die Haare durch die Feinpolsterabdeckung pieksen. Auch hier ist die Feuchtigkeitsregulierung hervorragend. Bei der Verarbeitung werden die Rosshaare in Strängen verzwirnt und bekommen unter Dampf eine "Dauerwelle", die den Federeffekt erhöht und eine dauerhaft elastische und formbeständige Matratze garantiert.

 schafwolle  

Schafschurwolle

Auf der ganzen Welt leben rund eine Milliarde Schafe der unterschiedlichsten Rassen. Schafschurwolle ist das gebräuchlichste Tierhaar und wird vom lebenden Schaf geschoren. Es schützt vor Kälte wie vor Hitze und hat eine hohe Selbstreinigungskraft. Wolle besitzt die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, ist luftdurchlässig und wärmt sehr gut. Daher ist sie besonders als Winterseite einer Matratze zu empfehlen.

 latex  

Latex

Latex wird aus dem milchigen Saft des Gummibaumes gewonnen oder auch synthetisch hergestellt. Bei der Herstellung des Latexkerns entstehen stiftförmige Aussparungen und Millionen von Luftbläschen, die die Durchlüftung des Kerns und damit die Feuchtigkeitsregulierung beeinflussen. Trotzdem kann eine Latexmatratze deutlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als zum Beispiel eine Federkernmatratze. Die Vorzüge einer Latexmatratze sind ihre perfekte Punktelastizität und Flexibilität.

kamelhaar

Kamelhaar

die genügsamen Tiere, die tagelanger Gewaltmärsche ohne Wasser und Nahrung bestehen, sind mit einer natürlichen Klimaanlage ausgestattet. Wärmend in eiskalten Wüstennächten oder kühlend bei warmen Wetter. Viele Menschen schwören auf die schlaffördernde Wirkung von Kamelehaar.

kaschmir

Kaschmir

Kaschmir ist, mit Yakhaar, das feinste und wärmste aller Tierhaare. Und das kostbarste: Einmal im Jahr, zur Zeit des Fellwechsels, wird das zarte Unterhaar ausgekämmt. Eine ausgewachsene Ziege liefert dabei 100-150 g Kaschmir.
Um seine einmaligen natürlichen Eigenschaften nicht zu zerstören, wird das Haar — bis auf eine sanfte Wäsche — völlig naturbelassen verarbeitet. Im Krempel entsteht aus der Rohware ein hauchzartes Vlies. Viele Lagen davon werden zusammengetragen und zu einer Decke versteppt. Eine Kaschmirzudecke ist unvergleichlich leicht und wärmend. Sie nimmt Feuchtigkeit bereitwillig auf und schafft ein luxuriöses, königliches SchLafklima.

yakhaar

Yakhaar

Yakhaar gleicht in der Natur den Wechsel von Frost und Hitze, Hagel, Schnee, Regen und Wind spielend aus. Das feine Unterhaar ist dem kostbaren Fell der Kaschmirziege zum Verwechseln ähnlich. Selbst ein Fachmann kann beide Haare nur schwer unterscheiden.  Die Wahl zwischen Yakhaar- und Kaschmirdecken ist eher eine Prestigefrage als eine Sache der Qualität. Das feine Unterhaar des Yakrindes eignet sich, wie Kaschmir, erstklassig für besonders leichte Zudecken mit hohem Wärmeeffekt.

kokos

Kokos

Kokos als Matratzenrohstoff wird in vielen Arbeitsgängen aus dem natürlichen Polster der Kokosnuß gewonnen. Die Fasern werden vom Fruchtkern getrennt und monatelang in Salzwasser eingeweicht. Die verderbljchen Teile verrotten, zurück bleiben nur die reinen Fasern. Sie werden gründlich gewaschen und an der Sonne getrocknet. Kokosfasern gleichen — ähnlich wie Roß haar — winzigen Röhren mit hohem Luftanteil. Deshalb sind sie so leicht, wärmespeichernd und elastisch. Für noch mehr Elastizität erhalten die Fasern eine „Dauerweije“ (ohne Chemie). Zusätzlich wird die Kokosmatratze mit Naturlatex besprüht und vulkanisiert. So entsteht ein dauerhaft elastisches Polster, das in seinen Eigenschaften dem kostbaren Roßhaar ähnelt.

seide

Wildseide

Wenn sich der Schmetterling entpuppt und den Kokon verläßt, zerreißt er die zarte Hülle. Der Seidenfaden kann nicht mehr abgespult und gewebt werden. Aber aus den Kokons wird ein Vlies gezogen, das die gleichen Klimaeigenschaften wie die begehrten Seidenstoffe hat. Kein Material kann soviel Feuchtigkeit aufnehmen wie Wildseide (bis zu 40% ihres Eigengewichts). Deshalb ist Wildseide ideal geeignet für ein kühlendes, anschmiegsames Sommerbett oder für Menschen, die sehr viel Eigenwärme produzieren. In der anthroposophischen Lehre wird Seide wegen ihrer beruhigenden, entspannenden und schützenden Wirkung hochgeschätzt. Seidenbetten laden sich kaum elektrostatisch auf, sie sollen zudem eine Schutzwirkung vor Erdstrahlen haben.